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HPC Ladung LKW
Erstellungsdatum: 07.08.2026

Depotladen als Wettbewerbsfaktor für Logistikunternehmen

Der Betriebshof wird bei der Elektrifizierung von Logistikflotten zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Das war die zentrale Botschaft von Tobias Wolff auf der electrive LIVE. Die Erfahrung aus den vergangenen Jahren zeigt, dass Depotladen weit über den Aufbau von Ladeinfrastruktur hinausgeht. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Energie, Technologie und Betriebsprozessen.

Seit 2023 setzt SMATRICS Ladeinfrastruktur für Logistikunternehmen um und hat dabei umfangreiche Erfahrungen mit den Anforderungen elektrischer LKW-Flotten gesammelt. Dabei wurde deutlich, dass Logistiker vor allem eine Lösung benötigen, die sich in ihre bestehenden Abläufe integriert. Ladeinfrastruktur wird damit zu einem geschäftskritischen Bestandteil des Betriebs.

Der Betriebshof bietet den größten Hebel

Viele schwere LKW verbringen einen großen Teil ihrer Zeit im Regionalverkehr. Circa 40 bis 50 Prozent der Fahrzeuge legen weniger als 300 Kilometer pro Tag zurück. Diese Fahrzeuge können überwiegend am eigenen Betriebshof geladen werden.

Auch im Fernverkehr gewinnt das Depot an Bedeutung. Bei Tagesleistungen von 600 bis 700 Kilometern liegen häufig rund 200 bis 300 Kilometer zwischen zwei Depotaufenthalten. Dadurch kann sowohl am Start als auch am Zielstandort zum eigenen Stromtarif geladen werden.

Wer Ladevorgänge auf den Betriebshof verlagert, reduziert Abhängigkeiten vom öffentlichen Ladenetz und nutzt die eigene Energie wirtschaftlicher.

Planung entscheidet über die Wirtschaftlichkeit

Die Planung von Ladeinfrastruktur in LKW-Depots unterscheidet sich deutlich von der Elektrifizierung einer PKW-Flotte. Zu Laden von E-LKW werden hohe Energiemengen und Anschlussleistungen benötigt. Gleichzeitig muss berücksichtigt werden, dass nicht alle Fahrzeuge zur selben Zeit laden. Daraus ergeben sich die erforderliche Anschlussleistung sowie der Einsatz von Lastmanagement, Ladeplanung und gegebenenfalls Photovoltaik und Batteriespeichern.

SMATRICS verfolgt dafür einen dreistufigen Ansatz:

  • Standortbegehung inklusive Bedarfsanalyse Fuhrpark und vorhandener Energie 
  • Konzeptentwicklung in mehreren Ausbaustufen
  • Detaillierte Ausführungsplanung inklusive Tiefbau-/Elektroplanung

Auch Dispenserlösungen spielen dabei eine wichtige Rolle. Eine zentrale Leistungseinheit versorgt mehrere Ladepunkte und verteilt die verfügbare Leistung bedarfsgerecht. Das verbessert die Auslastung der Infrastruktur und vermeidet unnötige Investitionen.

Betriebssicherheit wird zum Erfolgsfaktor

Im Depotbetrieb kann der Ausfall eines Ladepunkts direkte Auswirkungen auf den Transportbetrieb haben.

Deshalb gehören für SMATRICS ein eigenes Backend, proaktives und reaktives Monitoring, Remote Fehleranalysen sowie ein bundesweites Field Service Team in Deutschland und Österreich zum Gesamtangebot. Ziel ist eine hohe Verfügbarkeit der Ladeinfrastruktur, damit Fahrzeuge zuverlässig einsatzbereit sind.

Freie Kapazitäten wirtschaftlich nutzen

Auch bei einer gut ausgelasteten Flotte entstehen Zeitfenster, in denen einzelne Ladepunkte nicht genutzt werden. Diese freien Kapazitäten können zusätzlichen Nutzen schaffen.

Mit Depot Charging lassen sich Ladepunkte gezielt für ausgewählte Partner öffnen. Ein Beispiel sind Logistikunternehmen, die Transporte koordinieren, selbst aber keine eigene Flotte betreiben. Sie möchten ihre Transportpartner beim Laden unterstützen und benötigen dafür eine Lösung, die Zugänge verwaltet, Ladevorgänge dokumentiert und die geladene Energiemenge den jeweiligen Unternehmen zuordnet.

Der SMATRICS Depot Club erweitert dieses Prinzip. Mitglieder können freie Ladekapazitäten anderen Logistikunternehmen zur Verfügung stellen und erhalten im Gegenzug Zugang zu den Depotstandorten anderer Mitglieder zu vereinbarten Konditionen. Dadurch steigt die Auslastung der vorhandenen Infrastruktur und bestehende Investitionen werden besser genutzt.

Depotladen ist ein Energieökosystem

Mit der Elektrifizierung verändert sich das Energiesystem eines Betriebshofs grundlegend. Während beim Diesel hauptsächlich der Kraftstoffeinkauf im Mittelpunkt stand, müssen heute Energieerzeugung, Netzanschluss, Batteriespeicher, Ladehardware und Energiemanagement aufeinander abgestimmt werden.

Das Energiemanagementsystem bildet dabei die zentrale Steuerungsebene. Es verbindet alle Komponenten und sorgt dafür, dass Energie effizient genutzt wird. Entscheidend ist die wirtschaftlich passende Kombination der einzelnen Komponenten.

Fazit

Eine Standardlösung für die Elektrifizierung von Betriebshöfen gibt es nicht. Jedes Depot stellt andere Anforderungen an Flotte, Energiebedarf und Betriebsabläufe.

Der größte Hebel liegt in einem Gesamtsystem, das zuverlässig funktioniert und mit den Anforderungen des Unternehmens wachsen kann. SMATRICS verbindet Erfahrung aus dem Betrieb des größten Schnellladenetzes Österreichs mit den Anforderungen der Logistik. Das Ergebnis sind Depot-Ladelösungen, die den täglichen Betrieb unterstützen und zusätzliche Potenziale für die Wirtschaftlichkeit der Ladeinfrastruktur erschließen. Mit dem SMATRICS Depot Club schafft SMATRICS zudem ein Netzwerk, in dem Unternehmen freie Ladekapazitäten in ihren Depots für berechtigte Mitglieder öffnen können. So lassen sich die Auslastung der Ladeinfrastruktur steigern, zusätzliche Einnahmen erzielen und planbare Lademöglichkeiten entlang der Route schaffen.

Das ganze Video von electrive sehen Sie hier.